Auf einen Blick:
Es wird empfohlen, einen Wasservorrat von mindestens 3 Liter pro Person und Tag anzulegen.
Details im Überblick:
In Krisenzeiten ist Wasser mit Abstand eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Ohne Wasser überlebt man in der Regel nicht länger als 3 Tage. Daher sollten wir eigentlich immer einen Wasservorrat bereithalten – sei es für Krisenfälle oder sonstige Unwägbarkeiten.
Es genügt bereits ein lokaler Stromausfall, der etwas Zeit für die Reparatur benötigt. Dies führt dazu, dass Supermärkte geschlossen bleiben müssen, da elektronische Kassen, automatische Schiebetüren sowie Kühltruhen etc. nicht mehr funktionieren.
Wie viel Wasser wird pro Person benötigt?
Die Standardempfehlung des BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) für einen Notvorrat beläuft sich auf 2 Liter pro Person am Tag.
In dieser Zahl sind jedoch lediglich Trinkwasser und Wasser für die Zubereitung von Speisen enthalten. Wer die Körperhygiene dazurechnet, muss mit zusätzlich ca. 1 Liter rechnen.
Zusammengefasst ergibt sich so ein Mindestwasserverbrauch pro Person und Tag von:
- Trinkwasser: 1,5 Liter
- Zubereitung von Speisen: Ca. 0,5 (z. B. zum Kochen von Reis oder Nudeln).
- Hygene: Ca. 0,5 – 1 Liter
Dies ist jedoch nur ein Richtwert an der unteren Grenze dessen, was man zum reinen Überleben benötigt. Was bei dieser Rechnung noch fehlt, ist beispielsweise Wasser für die Toilettenspülung. Da die Trinkwasserversorgung im Normalbetrieb mit Pumpen bewerkstelligt wird, funktionieren diese bei einem Stromausfall nicht mehr. Somit wird nach kurzer Zeit auch kein Wasser mehr aus dem Hahn kommen.
Wer die Lage richtig einschätzt, tut gut daran, die Badewanne voll laufen zu lassen, bevor kein Wasser mehr aus der Leitung kommt. Wer einen Garten besitzt, hat eventuell den Vorteil einer vollen Regentonne, um dieses Wasser für die Toilettenspülung zu nutzen.
Zeitraum der Bevorratung
Das BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe) rät hierzu, einen Vorrat für mindestens 10 Tage anzulegen. Für eine Person bedeutet das nach der obigen herleitung:
10 Tage x 3 Liter = 30 Liter Wasser.
Lagerung
- Idealerweise greifst du bei deinem Wasservorrat auf handelsübliche Glasflaschen aus dem Lebensmittelhandel zurück. Bei kühler und dunkler Lagerung ist dies meist über Jahre haltbar, da bei unversehrtem Verschluss kein Sauerstoff in die Flasche eindringen kann. Zudem gelangen keine Weichmacher, wie sie in PET-Flaschen vorkommen, in das Wasser.
Dabei ist es unerheblich, ob es sich um stilles Wasser oder um Wasser mit Kohlensäure handelt. Kohlensäure konserviert das Wasser sogar zusätzlich. Dies geschieht, indem der PH-Wert gesenkt wird. Das macht das Wasser etwas saurer und hemmt somit das Wachstum von Keimen und Bakterien. - Natürlich kann Wasser auch in PET-Flaschen gelagert werden, man sollte jedoch auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten, da PET über längere Zeit der Lagerung einen Stoff names Antimon ins Wasser abgeben kann. Ein Schwermetall, dass zur Herstellung von PET genutzt wird. Außerdem lässt PET mit der Zeit Geruchstoffe durchdringen, sodass das Wasser unter Umständen nach der Umgebung schmeckt, in der es lagert.
- Es gibt zudem spezielle lebensmittelechte Kanister aus HDPE (bis zu 20 Liter), die man selbst befüllen kann. Hier empfiehlt es sich, dem Wasser Silberionen beizumischen (z.b. Micropur), um es für ca. 6 Monate vor Verkeimung zu schützen. Es sollte natürlich bereits bei der Befüllung so sauber wie möglich sein.
Daher ist es ratsam, das Wasser vor dem Abfüllen zu filtern. Leitungswasser hat zwar Trinkwasserqualität, enthält aber bekanntermaßen Rückstände aller möglichen Stoffe in gelöster Form, die man nicht unbedingt mit einlagern möchte.





